KOMPOSITIONSWETTBEWERB & Veranstaltungsreihe JÜDISCHER MUSIK

IM FOkUS

Verankerung der Europäischen Route des jüdischen Kulturerbes – in Hannover / Niedersachsen / Deutschland

Die Zielsetzung von Global Partnership Hannover e.V. korrespondiert in hohem Maße mit der der Europäischen Kulturrouten. Diese bemühen sich darum,

  • die gemeinsame kulturelle Identität europäischer Bürger*innen zu vergegenwärtigen,
  • europäisches Kultur-Erbe aufzuwerten und
  • durch einen darauf aufbauenden Kulturtourismus die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Europas zu fördern.

Als „1. Europäische Kulturroute“ wurde der Jakobsweg 1987 vom Europarat anerkannt. Die erfolgreiche Inszenierung des einstigen Pilgerweges war der Startpunkt für viele weitere Themenpfade quer durch Europa; unter ihnen 2004 die Europäische Route des jüdischen Kulturerbes – bislang jedoch ohne deutsche Beteiligung!

Global Partnership Hannover e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern und die Route ausgehend von der niedersächsischen Landeshauptstadt in Deutschland zu verankern. Der ideale Auftakt dafür ist 2021, das Jahr in dem bundesweit das 1.700-jährige Jubiläum der ersten jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden begangen wird.

„Tragende Elemente“ der jüdischen Kulturroute sind zunächst weniger geografische Fixpunkte, sondern vielmehr historisch und zeitgenössisch relevante Themen sowie die aktive Einbindung maßgeblicher Stakeholder*innen.
Die Umsetzung erfolgt in Form von „virtuellen Bausteinen“.
Die drei ersten haben bereits Gestalt angenommen:

  • Click&Walk-Fotoworkshops
    durch die sich die Teilnehmenden jüdische Orte mit der Kamera aneignen und in Form einer Ausstellung in Szene setzen
  • ein Kompositions-Wettbewerb
    durch den jüdisch geprägte Menschen die Wechselbeziehung zwischen persönlicher Situation, Zeitgeist und ihrem jeweiligen Umfeld musikalisch erlebbar machen
  • eine Fach- und Begegnungsveranstaltung
    mit Repräsentant*Innen aller Europäischen Routen des jüdischen Kulturerbes

Damit soll erreicht werden, den Beitrag des Judentums für die gesellschaftliche Entwicklung zu veranschaulichen, der Diskriminierung von Jüd*innen entgegenzuwirken und mit konkreten Maßnahmen zu einem nachhaltigen Kulturtourismus beizutragen.